Framo V 500

Der Framo V 500 „Danzig” wurde als Lieferwagen von 1939 bis 1940 gebaut. Er wurde 1941 vom Framo V 501 Einheitstyp abgelöst.
Von Oliver Trebes
Framo V 500 Pritsche
Framo V 500 Pritsche

Die Framo-Werke GmbH Hainichen/Sa. produzierte den Lieferwagen Framo V 500 Typ „Danzig” von 1939 bis 1940. Die Lieferwagen wurden mit einem Zweizylinder-DKW-Hochleistungsmotor gebaut und ausgeliefert. Der 500-ccm-Motor hatte dabei eine Leistung von 15 PS. Diese sollten ausreichend sein, um die zulässige Zuladung von 780 kg bei der hochliegenden Holzpritsche, genügend Kraftreserven selbst an Bergen und auf langen Strecken zu haben. Da der V 500 einer der ersten Vierräder war und man vorher fast nur Dreiräder gebaut hatte, verwendete man auch hier einen bewährten DKW-Motorrad-Motor, der sich bereits „hunderttausendfach bewährt” hatte.

Der Framo V 500 hatte auch, im Gegensatz zu seinen Nachfolgern, einen Zentralrohrrahmen mit einer Schwingachse vorn und einer Starrachse hinten. Zur Serienausrüstung gehörte ein 4-Gang-Getriebe mit Rückwärtsgang, Elektrische Scheibenwischer, zwei Kurbelfenster und Winker. Auf ein Ersatzrad verzichtete man, lediglich eine Reservefelge wurde mitgeliefert. Auch die Radzierkappen waren Sonderzubehör und auf Wunsch gegen Aufpreis erhältlich.

Ab Werk konnte man verschiedene Aufbauten des Framo V 500 bestellen. Das Fahrgestell wurde mit oder ohne Fahrerhaus, als Pritschenwagen oder Pritschenwagen mit hochliegender Holzpritsche und Radstandverlängerung und als Kastenwagen angeboten. Die Türen im Fahrerhaus waren wie bei den Nachfolgern hinten angeschlagen und somit schon bei diesem Modell Selbstmördertüren. Für die Seitentür im Framo V 500 Kastenwagen zahlte man sogar einen Aufpreis.

Ebenfalls für einen Aufpreis war ein Planspriegelgestell mit Plane erhältlich. Selbst eine Finanzierung mit dem Framo-Finanzierungssystem war Ende der 1930er möglich und mit dem Kundendienstcheckheft hatte man die Möglichkeit, dass man seinen neuen Framo V 500 durch den Framo-Vertreter kostenlos überwachen und betreuen lassen konnte.

1941 erschien das Nachfolgemodell Framo V 501.

Technische Daten Framo V 500
Motor DKW-Zweizylinder-Zweitaktmoror mit Umkehrspülung
Hubraum/Leistung 55ccm / 15 PS (11 kW)
Kühlung Preßluft durch Ventilator
Getriebe Framo-Vierganggetriebe mit Rückwärtsgang
Schaltung Kugelschaltung neben dem Sitz
Kupplung Einscheiben-TrockenkuppIung
Antrieb Karden mit Differential auf die Hinterräder
Elektr. Anlage Dynastart
Schmierung Gemischschmierung
Fahrgestell Verwindungssteifes Zentralrohr mit Quertraversen
Lenkung Zahnstangenlenkung
Federn Doppelte Querfedern vorn, Halbelliptiklängsfedern hinten
Bremsen Große mechanische Innenbackenbremsen
Karosserie Stahlblech auf Holzgerippe
Gewicht Hochl. Pritschenwagen 765 kg
Kastenwagen 770 kg
Fahrgestell-
Tragfähigkeit
ca. 1100 kg
Zulässige
Belastung
ca. 780 kg (hochl. Pritsche)
Kraftstoffverbrauch ca. 9,6 Liter/100 km
Tankinhalt 32 Liter
Bodenfreiheit ca. 160 mm
Rauminhalt Pritsche, 1,80 m lang - 1,80x1,16x0,47 = 0,98 cbm
Hochliegende Holzpritsche - 2,00xl,60x0,375 = 1,2 cbm
Kasten, 1,60 m lang - 1,60x1,09x0,96 = 1,67 cbm
Kasten, 1,85 m lang - 1,85x1,09x0,96 = 1,87 cbm
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